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TSV Wefensleben - SV Lok Oschersleben 30:30

Florian Rudolph (weißes Trikot) kam auf vier Treffer für Lok Oschersleben.
Foto und Bericht: Ottfried Junge

Das Bezirksligaspiel der Handballer des TSV Wefensleben gegen den SV Lok Oschersleben hätte mehr als die einhundert anwesenden Zuschauer verdient gehabt. Von Anfang an ließ die Partie in puncto Spannung, Einsatz und Kampfgeist keine Wünsche offen.

Aufgrund der Verletzungsmisere bei Lok Oschersleben und der damit verbundenen Umstellung seiner Mannschaft hatte Coach Roland Eisenkolb doch einige Sorgenfalten im Gesicht. Nach dem Ausfall von Sven Garnatz fehlte dieses Mal auch noch Martin Paetzel arbeitsbedingt. Zudem fielen Ronny Armbrüster und Martin Fritsche als Langzeitverletzte aus.

Die deshalb vorgegebene Taktik der Gästemannschaft ging in den ersten Minuten voll auf. Die Oschersleber agierten mit zwei Vorgezogenen und Wefensleben versuchte über die Außenspieler zum Erfolg zu kommen. Diese Würfe waren aber meist sichere Beute von Maurice Litzke, der im Gästetor wieder ein sehr gutes Spiel machte. Mitte der ersten Halbzeit wurde die Lok-Sieben aus unerklärlichen Gründen nervös und technische Fehler häuften sich. Diese Phase nutzten die Gastgeber und spielten sich einen Vorsprung von vier Toren heraus. Nach einer Auszeit der Bodestädter kam wieder Ruhe ins Spiel und sie konnten den Anschluss wiederherstellen.

Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten sehr hektisch und mit vielen Fehlern. Die Taktik der Gäste mit zwei Kreisspielern zeigte Erfolg und sie konnten aus einem Rückstand, den sich die Mannschaft durch unnötige Zeitstrafen eingefangen hatte, eine Führung erkämpfen.

Das Spiel war an Spannung jetzt nicht mehr zu überbieten. Die Führung wechselte ständig und die Spieler beider Teams kämpften bis zur totalen Erschöpfung. Hätte Lok Oschersleben in den Schlussminuten die zwei hundertprozentigen Chancen versenkt und nicht so einen kuriosen Ballverlust gehabt - wer weiß wie das Spiel ausgegangen wäre. Über die gesamte Spielzeit gesehen geht die Punkteteilung jedoch in Ordnung. Wen es etwas aus Oschersleber Sicht zu kritisieren gibt, dann sind es die 15 (!) Zeitstrafen. Die Gäste haben dadurch eine Halbzeit lang in Unterzahl gespielt. Viele dieser Zeitstrafen hatten in ständigen, unnötigen Diskussionen mit den Schiedsrichtern ihre Ursache, die schließlich zum Ausschluss zweier Lok-Spieler führten.

TSV Wefensleben: Holze, Paul - Lange, Harbicht (8 Tore), Diestelberg (9), Wilke (7), Lehmann, Steigemann (3), F. Perbandt (1), C. Perbandt, Gerlinger (1), Matthias (1), Buchwald.

SV Lok Oschersleben: Phillips, Litzke - Hilliger (6), Rabe (10), Rudolph (4), Schwarz, Müller, Schannor (1), D.Fischer (4), T. Fischer (5), Bentsch.

Siebenmeter: TSV Wefensleben: 6/5; SV Lok Oschersleben: 3/2.

Zeitstrafen: TSV Wefensleben: 8; SV Lok Oschersleben: 15 und 2 Rote Karten.