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SpG Thale/Westerhausen II - TSV Wefensleben
31:23 (18:10)

Für die SG Thale/Westerhausen war besonders Maik Bökel, hier von Christoph Perbandt und Michael Wilke (l.) gebremst, erfolgreich. (FOTO: DETLEF ANDERS)

THALE/MZ. "So, das wäre geschafft", werden sich wohl die Handballer der SG Thale / Westerhausen und Zuschauer nach dem Heimspiel gegen den Bezirksliga-Dritten TSV Wefensleben, gedacht haben. Mit 31:23 wurden die Gäste wieder nach Hause geschickt und konnten noch froh sein, nicht ganz unter die Räder gekommen zu sein.

Die SG wollte unbedingt diese zwei Punkte, um sich weiter vom Tabellenende zu entfernen und natürlich wieder Selbstvertrauen zu bekommen. Die SG war von der Spielstärke der Gäste gewarnt, hatte dafür die "Alten Hasen" Kai Matthias und Manuel Slawig reaktiviert und sich für die Deckung etwas ausgedacht. Abwechselnd sollte ein SG-Spieler die rechte Angriffsseite der Gäste zustellen, um die Angriffswucht eines Rückraumschützen der Gäste von dort auszuschalten. Nach den ersten beiden Toren von dieser Seite, ging dann beim 3:3 der Plan der SG auf.

Es wurde sauber im Angriff kombiniert und mit Toren von David Weist und Kai Matthias konnten sich die Hausherren bis zur 15. Spielminute einen 10:6-Vorsprung erarbeiten. Es wurde richtig geackert in der Deckung, die von Mario Freye und Nico Wittig organisiert wurde und dahinter standen dann Ronny Kißler und Björn Schalanda, die für ihre tollen Aktionen mit Beifall belohnt wurden.

Als die Wefenslebener ihre Deckung öffneten, um Matthias zu blocken, war stets Maik Böckel am Kreis frei und ließ dem Gästekeeper bei seinen Toren kaum eine Chance. Wefensleben nutzte ein Überzahlspiel und verkürzten auf 9:11, aber dann drehte die SG richtig auf. Sechs Tore in Folge zum 17:9 und eine Vorentscheidung sollte schon gefallen sein. Mit dem 18:10 zur Halbzeit hatte keiner in der Halle gerechnet, schon gar nicht die Gäste, die zwar weiter mitspielten, aber ihrer gefährlichsten Waffe beraubt waren.

"Schade, dass unsere Mannschaft das Niveau der letzten zehn Spielminuten der ersten Halbzeit nicht in der zweiten Hälfte weitergeführt hat, denn dann wäre Wefensleben richtig deklassiert worden", resümierte Trainer Kai Tiebe nach dem Spiel. Die SG war sich an diesem Tag sicher, dass ihre Leistung zu einem Sieg reichen würde und nahm etwas Dampf aus dem Spiel. Geburtstagskind Uwe Lippmann durfte dann sogar zum Strafwurf antreten und belohnte sich selbst mit einem Treffer. Die Zuschauer fingen in der 47. Minute beim Stand von 26:16 schon an zu feiern. Als dann auch Slawig seinen Treffer erzielen konnte, feierten sie ihn mit "wir woll'n den Manu sehen." Die Fans müssen lange zurückdenken, um sich an einen gleichwertigen Vorsprung in einem Spiel zu erinnern. Egal, denn der doch stärker eingeschätzte TSV Wefensleben verließ nach der 31:23-Klatsche mit hängenden Köpfen die Thalenser Sporthalle.

SG:

Böckel (9), Freye, Spröggel (1), Perll, Matthias (7), Asmus (1), Lazar (2), Weist (6), Lehmann (2), Slawig (1), Wittig (1), ippmann (1), Kißler, Schalanda